Charmed Fan Fiction

Es war bereits 9 Uhr morgens, als Drew das erste Mal sah wie sich im Halliwell Manor etwas regte.
Drei Stunden waren vergangen, seitdem die Ältesten ihm die Anweisung gegeben haben, dass er sich für unbestimmte Zeit von den Schwestern ausbilden lassen solle.
Ihm war klar, dass es schwer werden sollte und dennoch war er gespannt wie es wohl sein mag, sich von den mächtigsten Hexen auf Erden das Einmaleins der Magie beibringen zu lassen.
Noch zögerte er an die Tür zu klopfen, denn immerhin war es noch früh und was wäre, wenn sie nicht erkennen würden was oder wer er war?
Was wenn sie ihn sprengen würden, auch wenn er unsterblich war, würde es denn nicht irgendwie wehtun?
Weitere zehn Minuten vergingen, bis er seinen mut zusammen nah und die Stufen zur Tür hochstieg.
Er Klopfte.
Nichts regte sich.
Er klopfte noch mal, diesmal lauter.
„Hallo?!“, rief er, „Ist jemand zuhause?“
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor bis die Tür sich öffnete und eine ziemlich verschlafene Paige durch den Türspalt blinzelte.
„Ja bitte?“
„Hallo…. mein Name ist Drew…äh… die Ältesten schicken mich.“, stotterte er.
„Hä?“
„Ich…“, weiter kam er nicht, bis eine Stimme aus dem Haus ertönte, die mit schnellen Schritten näher zu kommen schien: „Wer um alles in der Welt hämmert so früh morgens an die Tür?“
Die Tür wurde so ruckartig aufgerissen, dass Paige, immer noch leicht benommen, zur Seite stolperte.
Es war Piper. Sie schien auch noch nicht sehr lange wach zu seien, sie hatte ihren Morgenmantel an und hielt eine Tasse Kaffe in der Hand.
„Er sagt er heißt Drew und die Ältesten hätten ihn geschickt.“, brummte Paige, sauer wegen Pipers unsanfter Morgenbegrüßung.
„Na toll!“, grummelte Piper bevor sie einen bösen Blick nach oben warf und rief:
„Könnt ihr uns nicht einmal in Ruhe lassen?“
„Komme ich Ungelegen?“, fragte Drew mit dem Blick auf Paige gerichtet, die sich langsam aufrappelte.
„Nein, das Problem ist nur, sie hat ihre erste Tasse Kaffe noch nicht gehabt.“, flüsterte sie und deutete auf die blaue Tasse in Pipers Hand, die wirklich noch ziemlich unberührt aussah.
„Also liegt es nicht an mir!?“, schlussfolgerte Drew.
„Ich würde eher sagen es liegt and denen da oben.“, flüsterte sie mit einem kurzem Blick nach oben.
Piper kam in diesem Moment wieder an die Tür. Ihr Gesicht war gerötet von ihrem aggressiven „Gespräch“ mit den Ältesten und man sah ihr an, dass sie noch nicht alles rausgelassen hat was sich bei ihr an Frustration und Wut angestaut hat.
„Nun zu dir…“, auch sie wurde unterbrochen, diesmal von Phoebe, die schon fertig angezogen und gut gelaunt die Treppe runterhüpfte.
„Wer hat denn da grad eben so laut geklopft?“
„Das wollte ich grad eben herausfinden, bis du mich unterbrochen hast!“, knurrte Piper ihr entgegen.
„Was ist los mit dir, noch keinen Kaffee gehabt?“
„Nein.“, seufzten Drew und Paige wie aus einem Mund.
„Willst du nicht erstmal herein kommen?“, wandte sich Phoebe nun dem Besucher zu, der nun schon eine ganze Zeit lang draußen stand und sich das morgendliche Szenario ansah.
„Gerne.“
„Moment, erst will ich wissen…“
„Trink deinen Kaffe und reg dich ab!!“, donnerten Paige und Phoebe, woraufhin Piper beleidigt nach Luft schnappte und endlich ihren Kaffee trank.

„So Drew, jetzt erzähl, warum schicken die Ältesten dich zu uns? Wer genau bist du?“, wollte Paige wissen.
„Jetzt lasst ihn doch erst mal in Ruhe reinkommen und bombardiert ihn nicht gleich mit so vielen Fragen.“, stoppt Phoebe Paiges Fragerei.
„Möchtest du auch einen Kaffee oder irgendetwas anderes zu trinken? Einen O-Saft, vielleicht?“
„Ein O-Saft wäre nicht schlecht, vielen Dank. Aber ich möchte Ihnen keinen Aufwand bereiten. Wenn Sie im Moment mit etwas anderen beschäftigt sind, oder Streit mit denen da oben haben kann ich auch wieder gehen.“, meinte Drew.
Während Piper ihren morgendlichen Kaffee trank, gingen die vier in den Wintergarten und fragten Drew weiter aus.
„Also, ich bin ein Wächter des Lichts in der Anfangsphase und da ihr zum einen die mächtigsten Hexen seid und sehr viel Erfahrung habt, sollt ihr mich einführen und alles erklären. Ihr sollt mich genau genommen in die Kunst ein Wächter des Lichts zu sein einführen. Deshalb übernehme ich für einige Zeit Leos Posten.“, erklärt Drew den mächtigen dreien seine Situation.
Als Piper das hörte stand sie auf, lief auf und ab und wendete sich schließlich wieder wütend an die Ältesten
„Was soll das schon wieder?!?! Was haben wir euch eigentlich getan?!?! Warum müsst ihr mir jetzt schon wieder meinen Mann wegnehmen??? Ich mache gar nichts mehr um euch in irgendeiner Art und weise zu helfen.“
„Piper, beruhig dich. Setz dich erst mal wieder hin. Dafür gibt es bestimmt eine gute Erklärung und vielleicht darf Leo ja bei uns bleiben.“, versuchte Phoebe ihre große Schwester zu beruhigen.
„Also, so viel ich weiß, hat Ihre Schwester Recht. Ihnen wird Ihr Mann nicht weggenommen. Er darf hier bleiben um mich besser anleiten zu können. Schließlich können Sie mir nicht alle Wächter des Lichts Fragen beantworten.“, erklärte Drew.
„Hey, ich bin auch zur Hälfte eine Wächterin des Lichts! Zählt das etwa gar nicht?“, quengelte Paige.
„Nein, so war das nicht gemeint. Natürlich zählt das. Aber du hattest noch nicht viele Schützlinge und du wirst mehr als eine der mächtigen Drei gebraucht und nicht so sehr als Wächterin des Lichts. Deswegen wird Leos Hilfe benötigt.“, versuchte Drew die beleidigte Paige zu beruhigen.

„Okay ich brauch jetzt mal kurz Ruhe!“, sagte Piper und riss die Arme hoch, um wie gewohnt die Zeit anzuhalten, jedoch bewegte Drew sich weiter.
„Moment. Warum ist er nicht erstarrt?“, wunderte sie sich.
„Das ist der 2. Grund, warum ich bei euch bin.“, antwortete Drew.
„Ich bin auch ‚ne halbe Hexe, wie du Paige.“
„Und was genau ist deine Fähigkeit?“, interessierte sich Phoebe nun für den jungen Mann, der ihr von Sekunde zu Sekunde rätselhafter vorkam.
„Nun, im Grunde genommen habe ich die gleichen Fähigkeiten wie Piper.“
„Soll das heißen du kannst extrem launisch sein und damit deine Umwelt in Schutt und Asche zerlegen?!“, witzelte Paige, weswegen sie einen finsteren Blick von Piper kassierte, woraufhin diese antwortete:
„Ich glaube eher er meinte die molekulare Verlangsamung und Beschleunigung.“
„Ja und ganz falsch lag Paige damit nicht, ich zerlege wirklich in letzter Zeit alles zu Staub.“
„Okay das kriegen wir alles in den Griff.“, gab Paige optimistisch von sich.
Just in dem Moment sprang die Tür so brutal die Tür auf, dass die Scheiben in tausend Stücke zersprangen.
„Hey, weißt du wie teuer diese Scheiben sind!?“, schrie Piper als ein Dämon ins Haus stürzte und rief:
„Wo ist sie?“
„Wer?“
„Die Hexe!“
„Also wir hätten hier 3 im Angebot.“
„Macht keine Witze ich meine die, die meinen Bruder vernichtet hat!“
„Du störst.“, donnerte Piper, doch Drew hatte schon zum Angriff angesetzt und riss die Arme in die Luft um den Dämon zu sprengen, doch stattdessen flog die Standuhr hinter ihm in die Luft und vor schreck beamte er sich weg.
„Scherbe!“, rief Paige und eine große Scherbe der Standuhr dematerialisierte sich aus dem Haufen und materialisierte sich eine Sekunde später in der Brust des Dämons, woraufhin dieser in Flammen aufging und explodierte.
„Ich find’s immer wieder toll wenn sie verpuffen.“, grinste Phoebe.

Nachdem sich die Unruhe ein wenig gelegt hatte, fiel den Dreien auf, dass der junge Mann der vor ein paar Sekunden noch unter ihnen weilte verschwunden war.
Stattdessen maschierte eine Frau durch die Tür, mit einem Grinsen im Gesicht.
"Wisst ihr, dass eure Tür kaputt ist?", fragte sie.
"Rose!", kreischte Paige und rannte auf die jetzt noch breiter grinsenden Person zu und umarmte sie stürmisch. Aus Pipers Richtung tönte ein leises:
"Ja ist denn hier heute Tag der offenen Tür?"
Phoebe schnappte dies auf und versetzte Piper einen Knuff in die Seite.
"Ich hab dich ja schon ewig nicht gesehen!", plauderte Paige.
"Ja, ich hatte ein bisschen zu tun, a propos, ist bei euch vielleicht ein Warlock aufgetaucht, groß dunkelhaarig und wütend?", fragte Rose.
"Du hast ihn knapp verpasst, er ist der Grund warum die Tür kapput ist.", schallte es von Phoebes Seite.
"Ah ich dachte mir, dass er hier auftauchen würde, er und sein Bruder haben mich überrasct als ich grade auf dem Weg zu euch war.",gab sie zur Erklärung.
Soll das heißen du bist auch ne Hexe?", fragte Paige verdutzt?
"Ja war ich schon immer, aber ich habs dir nie gesagt.", antwortete sie.
"Is ja 'n Ding.", sagte Paige.
"Ach so, bevor ich's vergesse, da draußen liegt ein Typ bei euch in den Büschen, hat das was zu sagen?"
"Au weia, Drew!", keuchte Phoebe und rannte durch die immer noch sperangelweit offene Tür.
"Setz dich erst einmal.", bot Paige ihr an, "Piper das ist Rose, eine ehemalige Kollegin vom Sozialamt, wir haben uns schon eine halbe Ewigkeit lang nicht mehr gesehen."
"Soviel habe ich schon mitbekommen.", gab Piper zurück und versah Rose mit einem gezwungenermaßen netten Lächeln, "Nichtsdestotrotz geh ich jetzt erstmal nach oben und zieh mich an, ich kann ja nicht den ganzen Tag so rumlaufen.", sagte sie und verschwand nach oben, was ganz gut war, den just n dem Moment schleppte Phoebe den vor Dreck und Ästen strotzenden Drew durch die Tür.
"Helft mir mal, er ist immer noch weggetreten und unheimlich schwer."
Paige und Rose griffen Phoebe unter die Arme und transportierten Drew auf das Sofa.

„So Rose, dann erzähl mal was dich hier herführt!“, forderte Paige ihre Freundin auf.
„…also…. Ein Dämon ist hinter mir her…“, antwortete Rose.
„das haben wir schon bemerkt. Aber warum? Was will dieser Dämon von dir und wer ist das überhaupt???“, wollte Phoebe wissen.
„…diese Dämon hat sich in mich verliebt und da ich glücklich vergeben bin…. Oder besser gesagt war…“, schluchzte Rose und Phoebe reichte ihr eine Schachtel voller Taschentücher während Paige ihre Freundin in den Arm nahm und fragte: „Und was ist dann passiert? Hat der Dämon etwa deinen Freund vor lauter Eifersucht… ähm… getötet?“
Doch bevor Rose antworten konnte, wachte Drew wieder auf und blickte völlig verwirrt auf die aufgelöste und todtraurige Rose.
„Ich… ich habe geträumt ein Dämon hätte angegriffen und eine alte Freundin von Paige wäre aufgetaucht deren Freund brutal von einem Dämon getötet worden war… ich hab da mal ’ne Frage…. Können Dämonen wirklich lieben??“, meldete sich Drew wieder zu Wort.
„Ja, auch wenn ich es nicht glauben wollte, habe mittlerweile auch ich begriffen, dass sogar Dämonen lieben können…“, erzählte Rose.
„Das stimmt.“, wurde sie von Coop unterbrochen, der sich soeben aus einem kleinen Herz mitten ins Wohnzimmer der Halliwells gebeamt hatte. „ Allerdings können auch wir Copidos, auch bekannt als Liebesengel oder Amor, diese Liebe nicht beeinflussen. Wenn sich ein Dämon verliebt, dann tut er dies nicht wie Menschen und Hexen. Er möchte seine Auserwählte für sich ganz allein und wehe sie hat ihr Herz schon an einen anderen vergeben oder möchte aus welchen Gründen auch immer nicht an seiner Seite bleiben. Ein Dämon kämpft für seine Liebe  und geht, als wäre es selbstverständlich, dafür über Laichen. Wenn er jedoch seine Liebe nicht bekommt, dann soll sie niemand haben. So denken und handeln Dämonen, wenn es um die Liebe geht“
Bei diesen Worten musste Phoebe an ihren Ex-Mann und ehemalige Quelle Cole Turner bzw. Balthasar denken und fügte mit trauriger Stimme hinzu: „Nicht alle Dämonen denken so. Ja, du hast Recht die meisten Dämonen akzeptieren nicht, wenn man sich gegen sie entscheidet, aber es gibt auch welche die anstatt ihre große Liebe zu töten für sie sterben…“
„Du denkst an Cole, nicht war?“, stellte Paige fest. „Cole kann uns keine Angst mehr machen und du hast doch jetzt deine wahre große Liebe gefunden!! Lass uns lieber überlegen wie wir Rose helfen und Piper beruhigen können anstatt zu viel in der Vergangenheit herumzuwühlen.“, versuchte sie ihre große Schwester aufzuheitern.

 

 

 

 




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